Die nicht so frohe Kunde erreichte uns irgendwann im Laufe der vergangenen Monate: Am Donnerstag, seit vielen Jahren unser Probetag und somit auch jener der Hauptprobe; am Donnerstag, 17. März 2016 also, stehe uns die Mehrzweckhalle nicht zur Verfügung. Das ist ja wohl der Gipfel! Wofür gibt es eigentlich eine Präsidentenkonferenz, wenn sich am Ende eh niemand daran hält?! Doch leider war der zuständige Hauswart an jenem Termin krankheitshalber abwesend, und nach seiner Rückkehr ins Amt hat es mit der Information, na ja, wohl nicht so geklappt. Oder es war schlicht alles bereits organisiert. Wie auch immer, an der Tatsache war nicht mehr zu rütteln. Doch es kam noch besser, durch einen Anruf der Chefin: Der Anlass, welche die MZH "blockiert", stellte sich als Generalversammlung des Verbandes Aargauer Einwohnerkontrollen heraus. Ob man da nicht Zeit und Lust habe, aufzuspielen? Moment... Zeit und Lust? Zwei Tage vor unserer Abendunterhaltung, wenn wir eigentlich die Hauptprobe abhalten sollten? Hmm...? Doch wir wären nicht die MGG, hätten wir einfach nein gesagt. Und so begannen die Gedanken laut zu rotieren: Musikalisch besser "zwäg" als zu diesem Zeitpunkt sind wir ja eigentlich nie, die Voraussetzung für einen Auftritt ist also durchaus gegeben. Das Programm war auch bereits klar, denn die Konzertstücke vor dem grossen Auftritt am Samstag bereits einmal zu spielen, wie weiland an der Kindervorstellung, kann bestimmt nicht schaden. Und so hätten wir bigost das Motto aus dem Jahr 2012, "spontan" wieder ausgraben können, denn wir sagten zu. Findet die Hauptprobe halt mal an einem Freitag statt! [insgeheim bleibt die Hoffnung, dass dieser Weg nächstes Jahr verbaut sein wird, da der überaus grosse Ansturm diesen Samstag dazu führt, dass wir einen zweiten Abend spielen müssen ;-) ]

Schauplatzwechsel ins Bernbiet: Vitamin B verschaffte uns einen Auftritt am Oberaargauischen Musiktag, der vom 27.-29. Mai in Madiswil bei Langenthal steigen wird. Nicht etwa als Wettbewerbsformation, nein, einfach aus Spass an der Freude am Freitagabend; ein Format, mir welchem wir vor vier Jahren im badischen Wyhlen beste Erfahrungen gemacht haben. Nachdem die zugehörige Webseite lange Zeit noch inhaltsleerer daherkam als unsere eigene (und das will was heissen!), freuten wir uns, als endlich Inhalte darauf zu finden waren. Doch die Freude währte nicht lange: Bereits der Ausdruck "Bankettmusik" für unseren Auftritt holte uns aus unserem Höhenflug heraus. Doch was darauf folgte, führte zum totalen Absturz: "MG Gondiswil". Ja, Gondiswil, nicht Gontenschwil (vulgo Gondischwiu)! Dasch de Gepfu! War man sich bei den Linksmähdern wirklich sicher, den richtigen Verein eingeladen zu haben? Oder war am Ende alles doch ein ganz grosses Missverständnis, und wir bleiben am 27. Mai zuhause? Dies, nachdem wir, ganz untypisch, bereits da den einen oder anderen "treuen Begleiter" gebeten haben, sich den Termin freizuhalten? In der Zwischenzeit klärte uns die ortskundige Hucki über das ominöse Gondiswil, im lokalen Dialekt "Gommischwiu" genannt, auf: Ein kleines Bauerndorf sei das, welches höchstwahrscheinlich gar keine Musig habe. Doch weit gefehlt: Von der in allgemeiner Verwirrung in der Pinte angedichteten Mitgliederzahlen ist die "Gondiswil Brass Band" zwar doch ein ganzes Stück entfernt, doch 21 Mitglieder bei 735 Einwohnern lassen sich aber durchaus sehen (wir kommen nach der Aufnahme von Carolin und Daria erstmals seit fast zehn Jahren wieder auf die selbe Zahl). Schliesslich und endlich sei auch noch beruhigt: Das Missverständnis hat sich gelkärt; wir wurden nicht ausgeladen und fahren am 27. Mai ergänzt um zahlreiche Freunde auf der Bühne und im Publikum nach Madiswil. Wie gesagt aus Spass an der Freude, um einen geselligen Abend zu verbringen. Während die Gondiswiler tatsächlich am Sonntag bei Expertisenvortrag und Parademusik Blut schwitzen werden.

Und so gibt es immer mal wieder solche Gipfel-Momente, die sich mit etwas Abstand ganz anders herausstellen als im ersten Moment. Von einigen mehr wird am Samstag die Rede sein, natürlich nebst den musikalischen Darbietungen, dem turbulenten Theater, den humorvollen Filmeinspielern und und und... Also, kommen Sie vorbei und steigen Sie mit uns auf den Gipfel der guten Unterhaltung! Der Vorverkauf bei Solis ist rasant angelaufen, aber zurzeit hat es noch freie Plätze.

 

Irgendwie eine ziemliche Ironie der Geschichte, dass ich diesen Eintrag ausgerechnet am Pi-Tag* - dem nach heutigem Stand der Medizin einzigen meines Lebens – verfasse. Ich, der mit der Mathematik stets auf Kriegsfuss stand, egal ob Integrieren, Differenzieren, Logarithmieren, Algebra, Geometrie oder auch schon schlichtes Kopfrechnen. Schliesslich hat sich jemand die Mühe gemacht, den Taschenrechner zu erfinden, genau damit man sich nicht das ganze Hirn mit Zahlenreihen zumüllen muss. Nebenbei bemerkt: Eine Maschine, welche Texten wie diesen hier auf Knopfdruck erstellt, gibt es glücklicherweise noch nicht – 1:0 für die sprachlich Begabten!

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Schnetz ond DronderDie Reaktionen auf unser diesjähriges Motto fielen gemischt aus. Von "super, das hatte ich schon ewig nicht mehr!" bis zu "also für mich gibt's dann wohl was anderes!" war alles dabei. Das darf und soll auch so sein, schliesslich polarisiert ein ungewohntes Menü aus Grossmutters Küche mehr als ein hundskommunes Schnipo oder Spaghetti Bolo.

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